"Stille Nacht, heilige Nacht"

Über die stille und heilige Nacht, da hab`ich mir oft schon Gedanken gemacht.

Doch komme ich dabei nur stets zu dem Ziel, von "Stille und heilig", da ist nicht mehr viel.

Denn was ist an Stille, und was noch an Frieden, uns heute auf diesem Erdball beschieden?

Früher, da hat uns die heilige Nacht, im kältesten Winter noch Wärme gebracht.

Und gerne und oft träum` ich auch noch heut`von den Heimlichkeiten der Vorweihnachtszeit.

Mit einfachsten Mitteln verstanden die Alten, die Weihnachtszeit heiter und froh zu gestalten.

Ein Jedermann hatte das feste Bestreben, dem Ander`n nur Freude und Liebe zu geben.

Da wurde gesägt und gefeilt und lackiert, was an Spielzeug kaputt war noch schnell repariert,

die Mutter stach Herzen und Plätzchen aus und nach Mandeln und Nüssen roch es im Haus.

Ganz untätig war`n auch die Kinder nicht, sie lernten noch schnell ein Weihnachtsgedicht

und dazu dann noch ein ganz neues Lied, weil das Christkind doch alles hört und auch sieht.

Am Abend, da saß dann zu dämmriger Stunde, die ganze Familie in vertrauter Runde.

Man erzählte und hörte, man sang und man spielte, und man wusste genau, was der andere fühlte.

Man hatte noch für den anderen Zeit und war innerlich für die Weihnacht bereit.

Man saß in der Küche und hat aus dem Herd das Zischen von Bratäpfeln wieder gehört.

Die Wohnzimmertür war seit langem schon zu, denn der Raum war für Kinder und Eltern tabu.

Die Tür wurde erst wieder aufgemacht am ersehnten Abend der heiligen Nacht.

Und riefen zur Christvesper abends die Glocken, dann blieb damals niemand zu Hause hocken.

Die heilige Kirchnacht ohne Kirchgang? - Auf Ehre, das war was, was niemals gegangen wäre!

Man sah überm Altar den leuchtenden Stern und hörte die Botschaft des Herrn.

Viel schöner und heller erschienen die Kerzen, sie strahlten hinein in geöffnete Herzen,

und dazu erklangen, wie jedes Jahr wieder, die alten innigen Weihnachtslieder.

Und ein ganz tiefer Frieden stellte sich ein, trat man hinaus in den Sternenschein.

Man war fest überzeugt: "Wir sind nicht verloren, denn Christus, der Heiland, ist wieder geboren!"

Ich hab`eine Bitte, sie sei nicht verwehrt, auch ich möchte schreien, dass jeder sie hört:

"Oh Herr, gib es noch einmal, gib Frieden auf Erden, und lass es noch einmal wie einst wieder werden!

Oh Herr, lass es uns noch einmal erfahren, was du uns geschenkt hast vor zweitausend Jahren,

als du die Erlösung, den Frieden gebracht! Oh Herr, gib

-DIE STILLE, DIE HEILIGE NACHT!"-

 

Zum Familiengottesdienst laden wir für den 20. Dezember, um 10.00 Uhr, in die Dorfkirche ein.

Wir begleiten Maria und Josef auf ihrem mühsamen Weg bis nach Bethlehem.

 

Ansonsten wünschen die Erzieherinnen allen Lesern, Kindern, Eltern und Großeltern mit der Kurzfassung von -Stille Nacht, heilige Nacht- von Gerhard Mühe eine friedliche und gesegnete Weihnachtszeit!